Verborgene Weltgeschichte Mitgliederbereich: Login und Kurs-Navigation im Check

Verborgene Weltgeschichte Mitgliederbereich Login-Bildschirm mit Übersicht der drei Kursreihen

Mitgliederbereich-Login: unspektakulär, aber schnell

Drei Kacheln, ein Login-Fenster, keine spürbare Wartezeit dazwischen. So sieht der Mitgliederbereich der Verborgenen Weltgeschichte aus, sobald man sich zum ersten Mal durchklickt. Ein Leser aus Leipzig, Helmut Dressel, hatte mir dazu jüngst drei Fragen auf einmal geschickt, wie er es öfter tut: zum Login-Ablauf, zur Kurs-Navigation innerhalb der drei Reihen, und dazu, ob sich die Struktur nach Monaten an Archiv-Arbeit noch bewährt. Nach 24 Jahren im Lokaljournalismus ist mir Aufbau wichtiger als Werbeversprechen, deshalb hier die technische Bestandsaufnahme, nüchtern wie eine Tischvorlage.

Benutzername, Passwort, Enter — mehr braucht der Zugang nicht. Kein Captcha, keine zusätzliche Bestätigungsschleife, kein Umweg über eine zweite App. Wer jahrelang mit störrischen Redaktionssystemen gekämpft hat, erkennt Einfachheit sofort als Wert an sich. Nach dem Einloggen liegt die Übersichtsseite offen da wie eine Tischvorlage vor Redaktionsschluss: die drei großen Materialblöcke Bauplan der Welt, Geheimnisse der Weltgeschichte und Die Befreiung, nebeneinander angeordnet, ohne erkennbare Rangfolge.

Kurs-Navigation im Mitgliederbereich: Dashboard mit Modul-Struktur auf einem Laptop-Bildschirm

Wie ist die Navigation innerhalb der drei Reihen aufgebaut?

Innerhalb jeder Reihe folgt die Navigation einem vertikalen Menü, von oben nach unten, ohne Umwege. Jede Lektion trägt einen Titel, der beschreibt, was drin ist — keine Clickbait-Formulierungen, keine Cliffhanger-Ankündigungen. Wie das Gesamtmaterial im Detail auf Kapitel und Module verteilt ist, gehört in die separate Kapitel-Landkarte des Kurses; hier reicht der Hinweis, dass die Modulnummern innerhalb jeder Reihe fortlaufend und ohne Sprünge laufen, was den Wiedereinstieg nach einer Pause erleichtert.

Roland Thamm, ehemaliger Desknachbar aus der Lokalredaktion, hat sich meine Notiz-Tabelle einmal angesehen und seinen Kommentar wie gewohnt erst nach Mitternacht zurückgemailt: die Nummerierung sei „sauberer als die meisten CMS-Strukturen", mit denen er inzwischen als freier Mitarbeiter zu tun hat. Das war keine Ermunterung, nur eine nüchterne Randbemerkung, wie sie unter zwei ehemaligen Lokalreportern üblich ist.

Wiedergabequalität und die Grenzen der Suchfunktion

Technisch macht die Plattform an der Oberfläche wenig falsch: Die Videos laufen in 1080p und im Format 16:9, ohne das Rauschen improvisierter Screencasts. Wie sich das im Detail auf verschiedenen Geräten und bei schwacher Verbindung verhält, habe ich separat in der Kaufberatung zur Plattform und Videoqualität aufgeschrieben; hier nur so viel: Auf einem in die Jahre gekommenen Rechner knackt die Wiedergabe manchmal kurz, dann hängt das Bild für einen Wimpernschlag, auf aktueller Technik passiert das praktisch nie. Responsiv ist die Seite ebenfalls — Tablet und Laptop zeigen dasselbe Menü, dieselbe Struktur. Ich bleibe trotzdem beim Laptop, die Tastatur bleibt mein Werkzeug, wie am alten Redaktionsschreibtisch.

Die Suchfunktion innerhalb der Videos bleibt der schwächste Punkt. Wer nicht mehr weiß, in welchem Modul ein Stichwort fiel, tippt oft ins Leere, das analoge Notizbuch mit Zeitstempel-Spalte schlägt die digitale Suche in solchen Momenten regelmäßig. Wie man diese Notation am effizientesten anlegt, steht ausführlich in einem eigenen Beitrag zu strukturierten Notizen fürs Archiv; hier nur die Kurzfassung: Modulnummer und Minute reichen, ein Datum braucht es dafür nicht.

Ein Beispiel dafür lieferte mir dieser Kurs erst kürzlich: Eine Frage, die mir morgens beim ersten Kaffee durch den Kopf ging, beantwortete das Abendmodul fast wortgleich. Der Zeitstempel in meinem Notizbuch passte fast auf die Minute zur Stelle im Video. Nicht jeder Versuch, eine Behauptung gegenzuchecken, geht so glatt auf. Einmal habe ich versucht, eine Passage über Zivilisationstheorien parallel mit Wikipedia-Artikeln abzugleichen, ohne die Querverweise sauber zu sichern, am Ende hatte ich mehrere offene Tabs und keine Ahnung mehr, welcher Artikel welche Aussage stützen sollte, und musste von vorne anfangen. Die fehlenden Quellenangaben innerhalb der Kursmodule selbst sind ein eigenes Thema, das ich an anderer Stelle im Detail seziert habe.

Archiv-Arbeit am Schreibtisch: altes Röhrenradio neben Nachschlagewerken als Kontrast zur Verborgene-Weltgeschichte-Plattform

Module überspringen, ohne die Struktur zu verlieren

Die Architektur erlaubt freies Springen zwischen Modulen — man muss keine Lektion abschließen, um die nächste freizuschalten. Das ist keine Kleinigkeit für Leute, die keine Lust auf pädagogische Bevormundung haben. Wer wissen will, ob man besser mit Verborgene Weltgeschichte oder mit Globales Erwachen einsteigt, findet dazu einen eigenen Vergleich; an dieser Stelle nur so viel: Die Reihen überschneiden sich thematisch an mehreren Stellen, was die Einstiegsreihenfolge weniger entscheidend macht, als man zunächst denkt.

Wo genau die meisten Leser aussteigen, habe ich in einem separaten Skeptiker-Check aufgeschlüsselt. An dieser Stelle nur die Beobachtung, dass es selten am Anfang passiert, sondern meist dann, wenn eine Reihe von der handfesten Beispielebene ins rein Spekulative kippt. Eine Passage im Bereich Bauplan der Welt habe ich aus genau diesem Grund nach wenigen Minuten weitergeklickt, ohne sie später nachzuholen. Das gehört für mich zur Freiheit, die die offene Navigation überhaupt erst möglich macht.

Zugangsmodell, Begleitmaterial und ein Kontrapunkt für den Rücken

Zum Preis-Leistungs-Verhältnis gehört mehr als die reine Stundenzahl. Wer nachrechnen will, wie sich Laufzeit und Zugang genau verhalten, findet die Details bei den Verborgene Weltgeschichte Zugangskosten; das Verhältnis von Kursstunden zu Preis pro Einheit habe ich separat in einer eigenen Preisübersicht durchgerechnet, ohne hier einen Betrag zu nennen, den ich persönlich gezahlt habe. Ob überhaupt regelmäßig neues Material dazukommt, lässt sich an der Update-Frequenz der Weltgeschichte ablesen, die ich getrennt beobachtet habe.

Neben den Videos liegt Begleitmaterial zum Download bereit — PDF-Zusammenfassungen, die sich gut als Ergänzung zum eigenen Notizbuch eignen; wie brauchbar die im Detail sind, habe ich in einem eigenen Beitrag zum Begleitmaterial durchgekaut. Für alles, was jenseits der reinen Kopfarbeit liegt, verweise ich lieber auf andere Stellen im Archiv — dieser Beitrag hier bleibt bei Videos, Modulen und Navigation.

Kurs-Navigation im Verborgene-Weltgeschichte-Mitgliederbereich: Hand an der Computermaus beim Navigieren im Online-Archiv

Fazit: ein Archiv, kein Ersatz für Bibliothek oder Arzt

Ein sauber sortiertes Archiv bleibt als Eindruck übrig, keine Wunderformel, keine Heilsversprechen im Duktus von „in drei Wochen ein neuer Mensch". Redundanzen gibt es, im Journalismus nennt man das Absicherung durch Wiederholung, keinen Fehler. Wer historische Fakten wirklich hieb- und stichfest braucht, gehört nach wie vor in die Bibliothek oder zum Fachmann, nicht in einen Videokurs. Für den Rücken, der vom langen Sitzen vor dem Bildschirm zwickt, gilt dasselbe: Hausarzt oder Orthopäde, kein Login-Bildschirm.